
Mehr Funktionen, weniger Zusatzlösungen
Seit Juli 2026 stehen Unternehmen mit Microsoft 365 E3 und E5 zusätzliche Funktionen aus der Microsoft Intune Suite zur Verfügung. Ausgewählte bisherige Add-ons werden direkt in bestehende Lizenzen integriert und erweitern die Möglichkeiten für modernes Endpoint Management, Security und IT Operations.
Für viele Unternehmen eröffnet sich damit die Chance, bestehende Drittanbieter-Lösungen zu überprüfen, Prozesse zu vereinfachen und zusätzliche Funktionen ohne separate Lizenzierung zu nutzen.
Was bedeutet das konkret?
Die Intune Suite entwickelt Microsoft Intune von einer klassischen Endpoint-Management-Lösung weiter zu einer umfassenden Plattform für Sicherheit, Automatisierung und Betrieb moderner Arbeitsplatzumgebungen. Zu den neu verfügbaren Funktionen gehören unter anderem Remote Help, Advanced Analytics und Cloud PKI.
Remote Help ermöglicht einen sicheren Fernzugriff auf Endgeräte direkt innerhalb des Microsoft-Ökosystems. Die Lösung unterstützt unter anderem Windows, macOS und Android und integriert sich in bestehende Sicherheitsmechanismen wie Entra ID, Conditional Access und Multifaktor-Authentifizierung.
Für viele Unternehmen stellt sich damit die Frage, ob bestehende Remote-Support-Lösungen weiterhin erforderlich sind oder durch eine integrierte Lösung ersetzt werden können. Auch innerhalb von baseVISION sehen wir hier Potenzial, bestehende Remote-Support-Tools zu konsolidieren und Betriebskosten zu reduzieren.
Advanced Analytics liefert detaillierte Einblicke in den Zustand, die Performance und die User Experience von Endgeräten. IT-Teams erhalten eine bessere Grundlage, um Probleme frühzeitig zu erkennen, Trends zu identifizieren und die Benutzererfahrung kontinuierlich zu verbessern.
Typische Anwendungsfälle sind das Identifizieren von Performance-Problemen, die Analyse wiederkehrender Support-Fälle oder das Erstellen von Reports über den gesamten Gerätebestand.
Mit Microsoft Cloud PKI können Unternehmen Zertifikate für Intune-verwaltete Geräte direkt aus der Cloud bereitstellen und verwalten. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer eigenen PKI-Infrastruktur mit lokalen Servern und zusätzlichem Betriebsaufwand.
Die Lösung eignet sich insbesondere für zertifikatsbasierte Authentifizierungsszenarien wie Wi‑Fi, VPN oder die Geräteidentität im Rahmen einer Zero-Trust-Strategie.
Mit Endpoint Privilege Management (EPM) können Benutzer als Standardbenutzer arbeiten, ohne dauerhaft lokale Administratorrechte zu benötigen. Stattdessen lassen sich ausgewählte Anwendungen oder Aufgaben gezielt und kontrolliert freigeben. So werden Sicherheit und Produktivität in Einklang gebracht und Zero-Trust-Strategien unterstützt.
Mit Enterprise App Management lassen sich Microsoft- und Drittanbieter-Anwendungen direkt aus einem von Microsoft gepflegten App-Katalog bereitstellen und verwalten. Updates können automatisiert bereitgestellt werden, wodurch der Aufwand für Paketierung, Pflege und Aktualisierung von Anwendungen deutlich reduziert wird.
Bitte beachten Sie die folgenden Lizenzanforderungen für die Intune-Add-ons:
| Add-On | M365 E3 | M365 E5 |
|---|---|---|
| Remote Help | ✅ | ✅ |
| Endpoint Privilege Management | ❌ | ✅ |
| Advanced Analytics | ✅ | ✅ |
| Enterprise App Management | ❌ | ✅ |
| Microsoft Cloud PKI | ❌ | ✅ |
| Microsoft Tunnel for Mobile Application Management | ✅ | ✅ |
| Specialized devices management (Android AOSP) | ✅ | ✅ |
| Firmware-over-the-air update (for Zebra devices) | ✅ | ✅ |
Der grösste Mehrwert: Konsolidierung
Der eigentliche Vorteil liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern in der Möglichkeit, bestehende Lösungen kritisch zu hinterfragen.
Unternehmen können beispielsweise prüfen:
- Ob Remote-Support-Lösungen durch Remote Help ersetzt werden können
- Ob bestehende PKI-Infrastrukturen für bestimmte Szenarien noch erforderlich sind
- Ob zusätzliche Analytics-Lösungen weiterhin benötigt werden
- Wie sich Betriebskosten und Komplexität reduzieren lassen
Genau diese Themen haben wir auch als Schwerpunkte für unsere Kunden identifiziert. Dazu zählen die Ablösung von Remote-Support-Tools, die Modernisierung des Zertifikatsmanagements sowie die Optimierung von Security- und Endpoint-Management-Prozessen.